Verkauf

Ankaufsuntersuchung Pferd: vollständige Checkliste

Ein Pferd zu kaufen ist ein großer Schritt – und eine Ankaufsuntersuchung kann Sie vor Schäden in Höhe von tausenden Euro bewahren. Dennoch wissen viele Käufer nicht genau, was bei einer solchen Untersuchung passiert, welche Fragen sie stellen sollten und wie sie das Ergebnis interpretieren. Diese Checkliste begleitet Sie Schritt für Schritt: von der ersten Besichtigung bis zu dem Moment, in dem Sie unterschreiben. So treffen Sie eine fundierte Entscheidung und erleben später keine unangenehmen Überraschungen.

Veröffentlicht: 5/24/2026

EquiSight Editorial

EquiSight Editorial

Redactie · EquiSight · SaFleu Equestrian Centre BV

Ankaufsuntersuchung Pferd: vollständige Checkliste — illustratie bij EquiSight Verkauf

Wann ist eine Ankaufsuntersuchung Pflicht?

Eine Ankaufsuntersuchung ist rechtlich gesehen nicht vorgeschrieben, finanziell gesehen jedoch fast immer sinnvoll. Besonders bei Pferden über 5.000 Euro ist die Untersuchung eine kleine Investition im Vergleich zu möglichen Tierarztkosten im Nachhinein. Viele Versicherer setzen einen Untersuchungsbericht zudem als Bedingung für eine Kranken- oder Operationsversicherung voraus. Bei Sport- und Zuchtstuten ist eine umfangreiche Untersuchung einschließlich Röntgenaufnahmen üblich; bei einem Freizeitpferd kann eine Basisuntersuchung bereits ausreichen. Besprechen Sie im Vorfeld mit dem Verkäufer, welche Art von Untersuchung Sie durchführen lassen – das vermeidet Missverständnisse am Tag selbst.

Wählen Sie einen unabhängigen Tierarzt

Der größte Fehler, den Käufer machen: den Tierarzt des Verkäufers hinzuzuziehen. Wählen Sie stets einen eigenen, unabhängigen Tierarzt, der keine Beziehung zum verkaufenden Stall hat. Sie dürfen selbst einen Namen vorschlagen oder den Verkäufer aus einer Liste von drei Tierärzten wählen lassen, die Sie genehmigen. Die Kosten für eine Standard-Ankaufsuntersuchung liegen zwischen 150 und 350 Euro; mit Röntgenaufnahmen steigt das auf 600 bis 1.200 Euro, abhängig von der Anzahl der Aufnahmen. Diese Kosten trägt der Käufer, sofern keine anderen Absprachen getroffen werden.

Was wird untersucht?

Eine vollständige Ankaufsuntersuchung besteht aus mehreren Teilen. Stellen Sie sicher, dass Sie wissen, was inbegriffen ist und was nicht, bevor der Tierarzt eintrifft.

  • Klinische Untersuchung: Augen, Zähne, Herz, Lunge und Haut
  • Bewegungsuntersuchung auf hartem und weichem Untergrund (Schritt, Trab, Galopp)
  • Beugeproben aller vier Beine
  • Neurologische Untersuchung auf Koordination und Balance
  • Röntgenaufnahmen von Hufen, Fesselgelenken und Sprunggelenk (Anzahl gemäß Vereinbarung)
  • Blutentnahme für Rückstellprobe (optional, aber empfohlen)
  • Longieren und nach Möglichkeit Reitprobe unter dem Sattel

Fragen, die Sie stellen müssen

Neben der Untersuchung ist die Vorgeschichte des Pferdes mindestens genauso wichtig. Stellen Sie diese Fragen immer an den Verkäufer – am besten schriftlich per E-Mail, damit Sie einen Nachweis haben.

  • Gab es frühere Verletzungen, Operationen oder längere Stallperioden?
  • Welche Medikamente hat das Pferd in den letzten 30 Tagen erhalten?
  • Wurde das Pferd schon einmal zuvor untersucht, und wenn ja, was war das Ergebnis?
  • Was ist der Grund für den Verkauf?
  • Sind bekannte Verhaltens- oder Managementprobleme vorhanden?

Das Ergebnis verstehen und beurteilen

Eine Ankaufsuntersuchung liefert kein 'bestanden' oder 'nicht bestanden' – das ist ein weit verbreitetes Missverständnis. Der Tierarzt beschreibt die Befunde und beurteilt, ob diese für den geplanten Verwendungszweck relevant sind. Eine leichte Arthrose im Huf eines Freizeitpferdes kann akzeptabel sein; bei einem Springpferd, das auf 1,40 m leisten soll, ist die Risikoabwägung ganz anders. Bitten Sie den Tierarzt stets um eine mündliche Erläuterung zusätzlich zum schriftlichen Bericht. Notieren Sie auch, welche Befunde als 'zu Lasten des Käufers' gelten – das sind die Punkte, die ein Versicherer später ausschließen kann.

In EquiSight vor der Übergabe erfassen

Sobald das Pferd offiziell Ihres ist, ist es sinnvoll, alle Untersuchungsdokumente sofort digital zu speichern. Laden Sie den Untersuchungsbericht, die Röntgenaufnahmen und das Blutprobenformular in das Pferdedossier in EquiSight hoch. So haben Sie alles an einem Ort griffbereit – für Ihren Versicherer, Ihren eigenen Tierarzt oder einen möglichen zukünftigen Käufer. Sie können auch direkt eine Erinnerung im Kalender für die erste Nachuntersuchung nach drei Monaten einrichten, damit das Pferd die Möglichkeit hat, sich einzugewöhnen, und Sie danach eine Ausgangsmessung durchführen.

Checkliste: Tag der Untersuchung

  • Pferd ist nüchtern, wenn eine Blutentnahme geplant ist
  • Vorbesitzer oder Stallbetreiber ist für Fragen anwesend
  • Eigener Tierarzt ist bestätigt und unabhängig
  • Kauf- und Zahlungsvereinbarungen sind noch nicht endgültig getroffen
  • Unterlagen griffbereit: Pass, Impfhistorie, Eigentumsnachweis
  • Kamera oder Telefon bereit für Fotos der Befunde
  • Reitkleidung bereit für die Reitprobe unter dem Sattel

FAQ

Veelgestelde vragen

Mitglied werden · Beta-Tester

Beta-Tester werden.
Erhalte 3 Monate Professional gratis.

EquiSight geht am 1. Juli 2026 live. Melde dich jetzt für die Beta an und erhalte das vollständige Professional-Paket drei Monate lang kostenlos.

Kein Spam. Abmeldung jederzeit möglich.