Pflege

Beine bandagieren: Schritt für Schritt erklärt

Richtiges Bandagieren schützt die Beine deines Pferdes während des Trainings, Transports und der Erholung. Eine falsch angelegte Bandage richtet jedoch mehr Schaden an als Nutzen: Zu fest kann Sehnenschäden verursachen, zu locker bietet keine Stütze und kann sich lösen. In diesem Artikel erfährst du genau, wie du vorgehst, welche Materialien du benötigst und auf welche Signale du achten musst. Ob du bandagierst als Vorsichtsmaßnahme oder auf Anraten deines Tierarztes — mit der richtigen Technik machst du es jedes Mal richtig.

Veröffentlicht: 5/24/2026

EquiSight Editorial

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Redactie · EquiSight · SaFleu Equestrian Centre BV

Beine bandagieren: Schritt für Schritt erklärt — illustratie bij EquiSight Pflege

Welchen Bandagentyp wählst du?

Es gibt drei häufig verwendete Typen: die Arbeits- oder Trainingsbandage, die Stall- oder Ruhebandage und die Transportbandage. Die Arbeitsbandage verwendest du während der Bewegung und gibt Unterstützung für Sehnen und Bänder. Die Stallbandage ist weicher und breiter, gedacht für Ruhe oder leichte Schwellungen. Die Transportbandage reicht von der Krone bis oberhalb des Knies und schützt das Bein im Trailer. Wähle immer den richtigen Typ für die Situation und prüfe, ob das Material sauber und noch elastisch genug ist. Abgenutzte oder harte Bandagen wickeln schlecht und erzeugen einen ungleichmäßigen Druck.

Das brauchst du pro Bein

  • 1 Unterbandage (Fleece oder Baumwolle), mindestens 1,5 Meter lang
  • 1 elastische Bandage oder Polarfleece-Bandage, 3 bis 4 Meter
  • Klettverschluss oder Sicherheitsnadeln (keine gewöhnlichen Nadeln)
  • Saubere, trockene Hände oder Handschuhe
  • Ein ebener Untergrund, damit das Pferd ruhig steht

Schritt für Schritt: So geht es

Beginne immer mit der Unterbandage. Lege diese fest, aber gleichmäßig um das Bein, von knapp unterhalb des Knies bis zum Fesselgelenk und wieder zurück. Achte darauf, dass keine Falten entstehen — selbst eine kleine Falte verursacht eine Druckstelle. Danach legst du die äußere Bandage darüber, von oben nach unten in der Wickelrichtung der Sehne (von außen nach innen, also im Uhrzeigersinn am linken Bein). Spanne jede Windung gleichmäßig an: nicht fester an einer Stelle als an einer anderen. Beende das Bandagieren mit dem Klettverschluss an der Außenseite des Beins, niemals über einer Sehne oder einem Gelenk. Die Faustregel: Du solltest zwei Finger gerade noch unter die Bandage schieben können.

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

  • Zu fest oben beginnen, wodurch der Druck ungleichmäßig verteilt ist
  • Die Unterbandage weglassen, was zu Falten und Druckstellen führt
  • Klettverschluss direkt über der Sehne an der Rückseite des Unterschenkels schließen
  • Bandagieren an einem schmutzigen oder feuchten Bein — das zieht Bakterien an
  • Bandage länger als 8 Stunden sitzen lassen ohne zu kontrollieren

Wie lange darf eine Bandage sitzen?

Eine Arbeitsbandage legst du direkt vor dem Training an und nimmst sie danach sofort wieder ab. Eine Stallbandage kontrollierst du nach maximal 8 bis 12 Stunden und legst sie neu an, wenn dein Pferd längere Ruhe benötigt. Bei therapeutischem Bandagieren — zum Beispiel nach einer Verletzung — gibt der Tierarzt spezifische Anweisungen. Trage Datum, Uhrzeit und eventuelle Befunde im Pferdedossier von EquiSight ein, damit du stets einen Überblick hast und Muster erkennst. So siehst du auf einen Blick, ob Schwellungen zurückkehren oder abklingen.

Signale, dass etwas nicht stimmt

Überprüfe immer nach 30 Minuten, ob dein Pferd komfortabel steht. Achte auf folgende Warnsignale:

  • Pferd hebt das Bein an oder stampft unruhig
  • Sichtbare Einschnürungen oder Rillen nach dem Entfernen der Bandage
  • Wärme oder Schwellung direkt nach dem Abnehmen
  • Haut, die an den Druckstellen gerötet oder kahl ist
  • Bandage, die innerhalb einer Stunde verrutscht oder sich gelöst hat

Dokumentieren und lernen mit EquiSight

Bist du unsicher, ob deine Technik korrekt ist? Bitte EquiCoach in der App um eine persönliche Checkliste basierend auf dem Gewicht, dem Körperbau und der Trainingsbelastung deines Pferdes. Du kannst auch Fotos der angelegten Bandagen im Pferdedossier speichern, damit dein Tierarzt oder Ausbilder aus der Ferne mitschauen kann. Plane über den Kalender eine feste Erinnerung für Kontroll- und Wechselzeitpunkte, damit das Bandagieren zu einer festen Routine wird und nicht in Vergessenheit gerät.

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