Pflege

Haarverlust an der Sattelstelle: das sind die Ursachen

Kahle Stellen oder dünner werdendes Haar an der Sattelstelle sind ein häufiges Signal, dass etwas nicht stimmt. Manchmal liegt es an einem schlecht passenden Sattel, aber die Ursache kann auch Druck, Reibung, Schweiß oder eine zugrunde liegende Hauterkrankung sein. In diesem Artikel stellen wir die häufigsten Ursachen vor, damit du gezielt handeln und weitere Schäden vermeiden kannst.

Veröffentlicht: 5/24/2026

EquiSight Editorial

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Redactie · EquiSight · SaFleu Equestrian Centre BV

Haarverlust an der Sattelstelle: das sind die Ursachen — illustratie bij EquiSight Pflege

Was ist Haarverlust an der Sattelstelle genau?

Haarverlust an der Sattelstelle, auch bekannt als 'Sattelstellen-Alopezie', entsteht, wenn die Haarwurzeln durch äußeren Druck, Reibung oder mangelnde Durchblutung beschädigt werden. Es beginnt oft subtil: Das Haar wird dünner oder verliert seinen Glanz, bevor tatsächlich kahle Stellen sichtbar werden. Beachte, dass Haare an beschädigten Stellen manchmal als weiße Haare nachwachsen – das ist ein Zeichen für dauerhaften Pigmentschaden im Haarfollikel. Kontrolliere dein Pferd regelmäßig nach dem Reiten, indem du mit der Hand über die Sattelstelle streichst. Fühlt sich die Haut warm, geschwollen oder empfindlich an? Notiere dies sofort im Pferdedossier von EquiSight, damit du über die Zeit ein Muster erkennen kannst.

Ein schlecht passender Sattel ist der Hauptverdächtige

Die bei weitem häufigste Ursache für Haarverlust an der Sattelstelle ist ein Sattel, der nicht richtig passt. Eine zu enge Sattelkammerweite drückt auf den Widerrist, während ein zu breiter Sattel nach vorne rutscht und auf die Schulterblätter drückt. Auch ein durchgesackter Baum oder ein schiefer Sitz verteilt das Gewicht ungleichmäßig, wodurch Druckpunkte entstehen. Lass deinen Sattel mindestens einmal pro Jahr von einem zertifizierten Sattler überprüfen – besonders wenn dein Pferd sich konditionell verändert oder jünger als sechs Jahre ist und noch im Wachstum. Ein Drucktest mit einer Druckmessmatte kann zeigen, wo Problemstellen liegen, bevor sichtbare Hautschäden auftreten.

  • Zu enge Sattelkammer drückt auf den Dornfortsatz
  • Zu breiter Sattel rutscht nach vorne und irritiert die Schulterblätter
  • Durchgesackter Baum verursacht Druck in der Mitte des Rückens
  • Schiefer Sitz führt zu einseitigem Haarverlust
  • Abgenutzte oder harte Polsterung bietet unzureichende Stoßdämpfung

Reibung durch Schabracken und Gurte

Eine ungenau platzierte oder Falten werfende Schabracke reibt bei jedem Schritt über die Haut. Dasselbe gilt für einen Gurt, der zu weit nach hinten hängt, oder dessen Lederstreifen ausgehärtet sind. Verwende Schabracken aus atmungsaktivem Material wie Baumwolle oder Wolle und überprüfe vor dem Satteln, ob keine Falten im Tuch vorhanden sind. Tausche Gurtleder aus, sobald sie Verschleißspuren oder Risse aufweisen – ein neues Leder kostet ein paar Euro, die Behandlung einer tiefen Wunde durch den Tierarzt deutlich mehr.

Übermäßiger Schweiß und unzureichende Abkühlung

Schweiß, der lange auf der Haut verbleibt, weicht die Haut auf und macht sie anfälliger für Reibung und Bakterien. Das sieht man besonders nach intensiven Trainingseinheiten im Sommer oder bei Pferden mit dichtem Fell. Spüle die Sattelstelle nach dem Reiten immer mit lauwarmem Wasser ab und trockne sie gründlich, bevor du das Pferd zurückstellst. Vermeide Gummischweißdecken ohne Futter, wenn das Pferd bereits schwitzt: Diese stauen Wärme und verschlimmern das Problem.

Hauterkrankungen, die Haarverlust verursachen

Nicht jeder Haarverlust an der Sattelstelle hat eine mechanische Ursache. Die folgenden Hautprobleme können ebenfalls eine Rolle spielen:

  • Ringelflechte (Pilzinfektion): runde, schuppige kahle Stellen – ansteckend für Mensch und Pferd
  • Staphylokokken-Infektion: kleine Pusteln, die aufplatzen und Krusten bilden
  • Rain Rot (Dermatophilus): klebrige Krusten, häufig auf dem Rücken und im Sattelstellenbereich
  • Kontaktallergie: Reaktion auf Sattelseife, Imprägnier- oder Reinigungsmittel
  • Parasiten wie Milben oder Läuse: starker Juckreiz mit Kratzspuren

Wie EquiSight dir hilft, Muster zu erkennen

Haarverlust entwickelt sich selten von einem Tag auf den anderen. Indem du Beobachtungen strukturiert im Pferdedossier von EquiSight festhältst – einschließlich Fotos mit Datum – erkennst du schnell, ob eine kahle Stelle wächst oder sich erholt. Du kannst EquiCoach auch bitten, mögliche Ursachen auf Basis der eingegebenen Signale und der Trainingshistorie zu untersuchen. So findest du schneller den richtigen Spezialisten: einen Sattler, Hufschmied oder Tierarzt, je nachdem, was die Daten zeigen.

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