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Herzfrequenzmesser bei Pferden: So nutzt du Trainingszonen

Ein Herzfrequenzmesser liefert dir objektive Daten darüber, wie hart dein Pferd wirklich arbeitet – unabhängig davon, wie es sich vom Sattel aus anfühlt. Durch gezieltes Training in bestimmten Herzfrequenzzonen baust du die Kondition effizienter auf, vermeidest Überlastung und erholst dich schneller von intensiven Belastungen. In diesem Artikel erfährst du, welche Zonen für Pferde relevant sind, wie du sie bestimmst und wie du die Daten täglich einsetzt, um intelligenter zu trainieren.

Veröffentlicht: 5/24/2026

EquiSight Editorial

EquiSight Editorial

Redactie · EquiSight · SaFleu Equestrian Centre BV

Herzfrequenzmesser bei Pferden: So nutzt du Trainingszonen — illustratie bij EquiSight Apps

Warum die Herzfrequenz mehr aussagt als das Tempo

Zwei Pferde, die nebeneinander traben, können einen Herzfrequenzunterschied von bis zu 40 Schlägen pro Minute aufweisen. Das eine Pferd arbeitet bei 120 bpm ruhig in der Erholungszone, während das andere bereits bei 160 bpm liegt und tief in der aeroben Zone trainiert. Tempo oder Schrittlänge sagen also wenig über die physiologische Belastung aus. Ein Herzfrequenzmesser macht diese Belastung sichtbar. Du siehst sofort, ob dein Pferd in der gewünschten Zone arbeitet oder ob du das Tempo anpassen musst. Das ist besonders wertvoll bei der Rehabilitation nach einer Verletzung, beim Aufbau eines neuen Sportpferdes oder wenn du ernsthafter an Wettkämpfen teilnehmen möchtest.

Die fünf Herzfrequenzzonen für Pferde

Die Zonen basieren auf einem Prozentsatz der maximalen Herzfrequenz (HFmax). Bei den meisten Reitpferden liegt die HFmax zwischen 200 und 220 bpm. Ein Durchschnitt von 210 bpm ist ein praktischer Ausgangspunkt, wenn du die tatsächliche maximale Herzfrequenz noch nicht kennst.

  • Zone 1 – Erholung (< 50 % HFmax, ~< 105 bpm): Schritt, Abkühlen, Losreiten.
  • Zone 2 – Aerobe Basis (50–70 % HFmax, ~105–147 bpm): leichter Trab, längere Ausritte, Ausdauertraining.
  • Zone 3 – Aerober Aufbau (70–80 % HFmax, ~147–168 bpm): aktiver Trab und Galopp, die meisten Dressurübungen.
  • Zone 4 – Schwelle (80–90 % HFmax, ~168–189 bpm): intensive Galopparbeit, Springen, Cross-Country-Passagen.
  • Zone 5 – Maximal (> 90 % HFmax, ~> 189 bpm): kurze Sprintbelastungen, nur für gut trainierte Pferde.

So bestimmst du die HFmax deines Pferdes

Die zuverlässigste Methode ist ein kontrollierter Belastungstest: Reite dein Pferd nach einem 10-minütigen Aufwärmen ein und galoppiere anschließend 3 Minuten lang mit maximaler Geschwindigkeit auf einer flachen Strecke. Der vom Messgerät registrierte Spitzenwert ist eine gute Annäherung an die HFmax. Wiederhole dies nach einigen Wochen Pause zur Bestätigung. Speichere das Ergebnis im Pferdedossier von EquiSight, damit deine Zonen bei neuen Trainingsplänen stets korrekt sind.

Praktisches Training mit Herzfrequenzzonen

Eine typische Trainingswoche für ein vielseitiges Sportpferd kann folgendermaßen aussehen:

  • Montag – aktiver Erholungstag: 30 Min. Schritt (Zone 1), Herzfrequenz bewusst unter 100 bpm halten.
  • Dienstag – Ausdauertraining: 40 Min. Trab auf wechselndem Untergrund, Ziel 120–140 bpm (Zone 2).
  • Mittwoch – Techniktraining: Dressurübungen, kurze Herzfrequenzspitzen bis 160 bpm erlaubt (Zone 3).
  • Freitag – Intensitätstraining: 4 × 3 Min. Galopp mit je 5 Min. Erholung dazwischen, Ziel 165–180 bpm (Zone 3–4).
  • Samstag – langer Ausritt: 60–90 Min., überwiegend Zone 2, Erholungskontrolle danach unter 80 bpm innerhalb von 10 Min.

Erholungsgeschwindigkeit: der unterschätzte Messwert

Nach einer Belastung sollte die Herzfrequenz eines fitten Pferdes innerhalb von 10 Minuten unter 60–70 bpm sinken. Fällt sie nach 15 Minuten noch nicht unter 80 bpm, ist das ein Signal für Erschöpfung, Hitze oder beginnende Erkrankung. Erfasse die Erholungsgeschwindigkeit nach jedem intensiven Training. EquiSight ermöglicht es dir, über das Pferdedossier Trends über Wochen hinweg einzusehen, sodass du eine nachlassende Kondition früh erkennst – bevor das Pferd wirklich ausfällt.

Herzfrequenzdaten mit EquiSight verknüpfen

Viele moderne Herzfrequenzmesser für Pferde – wie die von Polar Equine oder Equisense – exportieren Daten über Bluetooth oder CSV. Du kannst diese Sitzungsdaten im Pferdedossier speichern und mit Trainingsnotizen verknüpfen. EquiCoach analysiert Muster in deiner Trainingshistorie und gibt konkrete Vorschläge: zum Beispiel wenn dein Pferd drei Wochen in Folge Zone-4-Spitzen zeigt, ohne ausreichende Zone-2-Erholungstage, oder wenn die durchschnittliche Herzfrequenz bei derselben Belastung sinkt – ein Zeichen dafür, dass sich die Kondition verbessert. So werden rohe Herzfrequenzdaten zu etwas Nützlichem.

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