Ernährung

Wie viel Wasser trinkt ein Pferd pro Tag?

Ein Pferd benötigt jeden Tag eine beträchtliche Menge Wasser – mehr, als viele Besitzer erwarten. Im Durchschnitt trinkt ein Pferd zwischen 25 und 55 Liter pro Tag, aber bei Hitze, schwerer Arbeit oder einem trockenen Raufutterplan kann das auf 80 Liter oder mehr ansteigen. Wissen Sie, wann Ihr Pferd zu wenig trinkt und wie Sie das rechtzeitig erkennen? In diesem Artikel erfahren Sie, welche Faktoren die Wasseraufnahme beeinflussen und wie Sie die Hydratation Ihres Pferdes zuverlässig im Blick behalten.

Veröffentlicht: 5/24/2026

EquiSight Editorial

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Redactie · EquiSight · SaFleu Equestrian Centre BV

Wie viel Wasser trinkt ein Pferd pro Tag? — illustratie bij EquiSight Ernährung

Die Grundrichtlinie: 25 bis 55 Liter pro Tag

Für ein durchschnittliches Warmblut von 500 bis 600 kg gilt eine tägliche Wasseraufnahme von etwa 25 bis 55 Liter in Ruhe. Ponys und kleinere Pferde trinken in der Regel weniger: Ein Pony von 250 kg kommt meist mit 15 bis 25 Liter pro Tag aus. Diese Mengen gelten bei normalem Wetter, leichter Arbeit und einem gemischten Ration aus Rauf- und Kraftfutter. Sobald sich einer dieser Faktoren ändert, verändert sich auch der Wasserbedarf. Nutzen Sie das Pferdedossier in EquiSight, um das Gewicht und den Aktivitätsstatus Ihres Pferdes zu erfassen, damit Sie stets einen realistischen Referenzwert zur Hand haben.

Faktoren, die den Wasserbedarf erhöhen

Verschiedene Umstände können dazu führen, dass Ihr Pferd deutlich mehr Wasser benötigt als die Grundrichtlinie vorgibt:

  • Hitze und Luftfeuchtigkeit: Bei Temperaturen über 25 °C kann sich der Bedarf auf 60–80 Liter pro Tag verdoppeln.
  • Schwere Arbeit oder Wettkämpfe: Ein Pferd, das stark schwitzt, verliert neben Wasser auch Elektrolyte und benötigt schneller eine Auffüllung.
  • Trockenes Raufutter: Heu enthält nur 10–15% Feuchtigkeit, während frisches Gras bis zu 80% Feuchtigkeit enthält. Ein heubasiertes Ration erfordert daher eine höhere freie Wasseraufnahme.
  • Laktation: Eine säugende Stute benötigt bis zu 20 Liter pro Tag zusätzlich für die Milchproduktion.
  • Krankheit oder Fieber: Bei erhöhter Körpertemperatur nimmt der Flüssigkeitsverlust zu.

Austrocknung rechtzeitig erkennen

Dehydration bei Pferden tritt schnell auf und kann zu Darmverstopfung (Verstopfungskolik) führen. Die Hautfaltenprobe ist eine schnelle Kontrolle: Zwicken Sie vorsichtig in die Haut am Hals und lassen Sie los. Springt die Haut innerhalb einer Sekunde zurück, ist die Hydratation in Ordnung. Dauert es zwei Sekunden oder länger, ist eine Auffüllung notwendig. Weitere Anzeichen sind: trockene Schleimhäute (Zahnfleisch kontrollieren), langsame kapilläre Füllungszeit (mehr als zwei Sekunden nach Drücken auf das Zahnfleisch), dunkler und stark riechender Urin sowie verminderter Kotabsatz. Im Zweifelsfall sofort einen Tierarzt hinzuziehen.

Selbsttränke oder Eimer: Was funktioniert besser?

Beide Optionen funktionieren gut, aber es gibt praktische Unterschiede. Eine automatische Selbsttränke hat den Vorteil, dass das Wasser stets frisch und verfügbar ist. Der Nachteil: Sie sehen nicht, wie viel Ihr Pferd trinkt. Ein Eimer von 15 bis 20 Liter macht die Aufnahme leicht messbar, muss aber häufiger aufgefüllt werden. Überprüfen Sie stets, ob die Tränke sauber ist – Pferde verweigern manchmal verschmutztes oder stark gechlortes Wasser. Setzen Sie im Winter einen Heizstab in die Tränke ein, um Einfrieren zu verhindern; Pferde trinken deutlich weniger von eiskaltem Wasser (unter 5 °C), was das Kolikrisiko erhöht.

Elektrolyte: Wann sind sie notwendig?

Bei intensiver Arbeit oder längerem Schwitzen verliert ein Pferd neben Wasser auch Natrium, Kalium und Chlor. Eine normale Wasseraufnahme reicht dann nicht aus. Elektrolyte können über das Trinkwasser, über das Futter oder als Paste verabreicht werden. Achtung: Geben Sie Elektrolyte niemals, ohne dass ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht – sie regen den Durst an, aber wenn das Pferd nicht genug trinkt, verschlechtert sich die Situation. Ein Salzleckstein im Stall bietet eine unkomplizierte Möglichkeit, Mangelzustände auszugleichen. Erfassen Sie Ergänzungsmittel und Trainingsintensität im Pferdedossier von EquiSight, um stets ein vollständiges Bild zu behalten.

Tägliche Kontrolle: Machen Sie es zur Gewohnheit

  • Überprüfen Sie jeden Morgen, ob die Selbsttränke oder der Eimer sauber und gefüllt ist.
  • Achten Sie auf Veränderungen im Trinkverhalten: Weniger trinken kann ein frühes Anzeichen für Schmerzen oder Krankheit sein.
  • Notieren Sie bei warmem Wetter oder schwerem Training die geschätzte Aufnahme im EquiSight-Kalender.
  • Bieten Sie im Sommer mehrere Tränkestellen auf der Weide an, besonders bei Gruppen von Pferden.
  • Kontrollieren Sie die Farbe des Urins: Hellgelb ist gut, Dunkelgelb oder Braun weist auf unzureichende Flüssigkeitsaufnahme hin.

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