Gesundheit

Schwanzjucken bei Pferden: die Ursachen

Dein Pferd reibt seinen Schweif an der Zaunpfahlumzäunung oder kratzt sich ständig — das kennt man und es ist lästig. Schwanzjucken ist ein häufiges Problem bei Pferden in den Niederlanden, doch die Ursache ist längst nicht immer klar. Von Parasiten und Hautpilzen bis hin zu Allergien und schlechter Hygiene: Die möglichen Verursacher sind vielfältig. In diesem Artikel stellen wir die häufigsten Ursachen vor, damit du gezielt handeln und deinen Tierarzt oder Hufschmied besser informieren kannst. Mit dem Pferdedossier in EquiSight kannst du Beschwerden, Behandlungen und den Verlauf ganz einfach festhalten.

Veröffentlicht: 5/24/2026

EquiSight Editorial

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Redactie · EquiSight · SaFleu Equestrian Centre BV

Schwanzjucken bei Pferden: die Ursachen — illustratie bij EquiSight Gesundheit

Kleiner Pferderingwurm: häufigste Ursache

Der kleine Pferderingwurm (Oxyuris equi) ist bei vielen Pferden die direkte Ursache für intensiven Schwanzjuckreiz. Das Weibchen legt seine Eier rund um den Anus ab, was ein klebriges, gelbliches Sekret verursacht. Das reizt die Haut und das Pferd reibt sich buchstäblich kahl. Die Ansteckung erfolgt über kontaminiertes Futter oder Wasser. Eine Entwurmung mit Ivermectin oder Moxidectin bekämpft den Pferderingwurm effektiv, jedoch nimmt die Resistenz zu. Lasse bei Zweifeln eine Koteibestimmung durchführen, um den genauen Wurmbefall festzustellen. Halte das Entwurmungsdatum und das verwendete Mittel im EquiSight-Pferdedossier fest, damit du stets einen vollständigen Überblick hast.

Hautmilben und Räude

Räudemilben (Chorioptes equi) leben bevorzugt an den Hinterbeinen und der Schweifwurzel. Bei langhaarigen Rassen wie Friesern und Tinkern sitzt die Milbe oft bereits monatelang unbemerkt im Fessel- und Kötenhaar. Typische Merkmale sind starker Juckreiz, Krustenbildung und Hautverdickung. Die Behandlung besteht aus Bädern mit Permethrin oder anderen Akariziden, kombiniert mit der Sauberhaltung des Stalls. Eine einzige Behandlung reicht nie aus: Wiederhole sie nach 14 Tagen, um auch die neu geschlüpften Milben zu erfassen.

Allergien als weniger bekannte Ursache

Insektenstich-Überempfindlichkeit (IBH), verursacht durch Culicoides-Gnitzen, führt neben Juckreiz entlang der Mähne auch zu starkem Schwanzjucken. Etwa 5 bis 10 Prozent der Pferde in den Niederlanden haben IBH, aber auch Kontaktallergien auf Seife, Gummischwanzschutz oder bestimmte Schamponierungsmittel können Hautreizungen verursachen. IBH-Pferde sind an einem saisonalen Muster erkennbar: Die Beschwerden beginnen typischerweise im April und nehmen im Oktober ab. Zur Vorbeugung eignen sich Fliegendecken, Einstallen in der Dämmerung und eine Insektizidbehandlung der Haut.

Schlechte Hygiene und Pflegefehler

Rückstände von Shampoo, Schweiß oder Fett im Schweifbereich beschädigen die Hautbarriere. Ein Schweif, der zu selten gebürstet oder gespült wird, sammelt Schmutz rund um die Schweifwurzel an. Aber auch das Gegenteil — zu häufiges Waschen — entfernt den schützenden Talg. Spüle nach jedem Waschgang gründlich nach und trockne die Schweifwurzel gut ab, besonders bei kühlen Temperaturen. Verwendest du Conditioner? Achte darauf, ihn vollständig auszuspülen.

Weitere Ursachen im Überblick

  • Ringelflechte (Trichophyton): Pilzinfektion, die auch die Schweifwurzel befällt und Krusten verursacht
  • Pityriasis (Schuppen): trockene, schuppige Haut durch hormonelle oder ernährungsbedingte Schwankungen
  • Mangel an Omega-3-Fettsäuren oder Zink: führt zu trockener, empfindlicher Haut
  • Hauttumor (Melanom): besonders bei Schimmeln rund um den Anus und die Schweifwurzel
  • Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae): kann aus Hühnerausläufen in den Stall gelangen und das Pferd befallen

Wann solltest du den Tierarzt hinzuziehen?

Schwanzjucken, das länger als zwei Wochen anhält oder mit Wunden, Krustenbildung, Haarausfall oder einem schlechten Allgemeinzustand einhergeht, erfordert eine tierärztliche Beurteilung. Dasselbe gilt, wenn eine Entwurmung innerhalb von zehn Tagen keine Besserung bringt. Bringe zu deinem Termin die Behandlungshistorie mit: welches Entwurmungsmittel, wann, welche Pflegeprodukte verwendest du? EquiCoach hilft dir, die richtigen Fragen zu formulieren und die möglichen Ursachen zu ordnen, bevor du das Gespräch mit deinem Tierarzt beginnst. So gehst du gut vorbereitet zur Konsultation.

Beschwerden festzuhalten macht den Unterschied

Schwanzjucken folgt oft einem Muster: saisonbedingt, nach bestimmten Futterwechseln oder nach dem Kontakt mit neuen Stallnachbarn. Indem du Beschwerden, Behandlungen und Reaktionen systematisch im Pferdedossier von EquiSight festhältst, erkennst du diese Muster schneller. Halte pro Vorfall fest: Beginndatum, Schweregrad auf einer Skala von 1 bis 5, verwendete Produkte und das Ergebnis. Drei Wochen konsequentes Dokumentieren liefert deinem Tierarzt bereits viele nützliche Informationen.

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