Ernährung

Silage selbst herstellen: So machst du es richtig

Silage ist eine beliebte Alternative zu Heu, besonders wenn du viele Pferde zu versorgen hast oder mit schimmeligem Trockenraufutter zu kämpfen hast. Indem du Gras oder Luzerne selbst einsilierst, hast du mehr Kontrolle über die Qualität und sparst bei den Futterkosten. In diesem Artikel erklären wir Schritt für Schritt, wie du sicher und erfolgreich Silage für deine Pferde herstellst, worauf du achten musst und welche Fehler du vermeiden solltest.

Veröffentlicht: 5/24/2026

EquiSight Editorial

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Redactie · EquiSight · SaFleu Equestrian Centre BV

Silage selbst herstellen: So machst du es richtig — illustratie bij EquiSight Ernährung

Was ist Silage und wann entscheidest du dich dafür?

Silage ist einsiliertes Gras, Luzerne oder eine Grasmischung, die durch Milchsäuregärung konserviert wird. Der Trockensubstanzgehalt liegt bei Grassilage bei etwa 35–55 %, bei Vortrockungssilage zwischen 45–60 %. Pferde verdauen Silage gut, aber sie ist nicht für jedes Pferd geeignet. Insulinresistente oder leicht zur Verfettung neigende Pferde kommen besser mit Heu oder Stroh zurecht. Entscheide dich für die Eigenproduktion von Silage, wenn du mindestens 1 Hektar Grünland zur Verfügung hast, die Futterkosten senken möchtest oder wenn die Sommer zu wechselhaft sind, um zuverlässig Heu zu ernten.

Der richtige Schnitttermin bestimmt die Qualität

Mähe dein Gras im vegetativen Stadium, also bevor die Gräser in den Ährenstand gehen. In der Praxis bedeutet das: Ende April bis Mitte Mai für den ersten Schnitt. Der Zuckergehalt ist dann hoch genug für eine gute Gärung, der Eiweißgehalt liegt bei etwa 18–22 % in der Trockensubstanz und die Faserstruktur ist noch ausreichend für den Pferdedarm. Ein zu spät gemähtes Feld hat mehr Rohfaser, weniger Energie und gärt schwieriger. Schnitthöhe: Halte 6–8 cm ein, um die Grasnarbe zu schonen und Schmutz im Futter zu minimieren.

Vortrocknung richtig durchführen: So geht es

Nach dem Mähen lässt du das Gras kurz vortrocknen, um den Trockensubstanzgehalt zu erhöhen. Das verringert das Risiko der Buttersäurebildung. Strebe einen Trockensubstanzgehalt von mindestens 35 % vor dem Einsilieren an.

  • Lockere das Gras direkt nach dem Mähen mit einem Schwader oder einer Harke auf
  • Lass es bei trockenem Wetter über 15 °C 6–12 Stunden vortrocknen
  • Wende das Gras 1–2 Mal für einen gleichmäßigen Trockensubstanzgehalt
  • Miss den Trockensubstanzgehalt mit der Mikrowellen- oder Feldmethode (Handgriff-Test)
  • Warte nie länger als 24 Stunden: Zu langes Vortrocknen erhöht das Nacherwärmungsrisiko nach dem Öffnen

Einsilieren: Rundballen oder Fahrsilo?

Für private Pferdebesitzer ist der Rundballen die praktischste Wahl. Du kannst kleine Mengen einsilieren, ohne große Maschinen oder einen Lagerplatz zu benötigen. Ein Fahrsilo ist ab etwa 50 Tonnen Trockensubstanz interessanter und erfordert einen Betonbunker oder eine eingelassene Fahrsilo-Anlage.

  • Rundballen: Mit mindestens 6 Lagen Stretchfolie wickeln, innerhalb von 30 Minuten nach dem Pressen wickeln
  • Sorge für eine geschlossene Folie ohne Löcher — prüfe jeden Ballen optisch
  • Stapele Ballen nicht höher als 2 Lagen, um Beschädigungen zu vermeiden
  • Gib ein bakterielles Impfmittel (Lactobacillus plantarum) für eine bessere Gärung hinzu
  • Rundballen: Mindestens 6 Wochen gären lassen, bevor sie verfüttert werden

Wie erkennst du schlechte Silagequalität?

Öffne einen Ballen immer einen Tag vor der Verwendung, damit du den Geruch gut beurteilen kannst. Gute Silage riecht frisch-säuerlich, vergleichbar mit Joghurt. Schlechte Silage riecht nach Butter, Ammoniak oder Kompost. Achte auch auf die Farbe: Olivgrün bis Gelbgrün ist normal, Schwarz oder Braun weist auf zu hohe Temperaturen oder Sauerstoffeintrag hin. Verfüttere niemals zweifelhafte Silage an Pferde — Buttersäurebakterien können Listeriose verursachen. Halte die Befunde pro Ballen im Pferdedossier von EquiSight fest, so behältst du den Überblick, welche Partien problemfrei waren.

Lagern und Füttern: praktische Richtlinien

  • Lagere Ballen auf einem trockenen, ebenen Untergrund, am besten auf Paletten oder Kies
  • Schütze Ballen vor Vogelschäden mit Netzen oder vogelabweisenden Maßnahmen
  • Einmal geöffnet: Verfüttere den Ballen innerhalb von 2–3 Tagen, um Nacherwärmung zu vermeiden
  • Gib gewichtssensiblen Ponys und Pferden maximal 2 kg Trockensubstanz Silage pro Tag
  • Wiege das Futter anfangs ab, bis du ein Gefühl für die richtige Portion hast
  • Plane den Fütterungsplan einfach über den Kalender in EquiSight

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