Pflege

Pferd putzen: So baust du die richtige Routine auf

Putzen ist mehr als dein Pferd ordentlich aussehen zu lassen. Eine gründliche Putzsession fördert die Durchblutung, stärkt die Bindung zwischen dir und deinem Pferd und gibt dir die Möglichkeit, kleine Verletzungen oder Hautprobleme frühzeitig zu erkennen. Mit der richtigen Reihenfolge und den passenden Materialien arbeitest du effizient und übersiehst nichts. In diesem Artikel erfährst du Schritt für Schritt, wie du eine solide Putzroutine aufbaust, welche Bürsten du wirklich brauchst und worauf du in den verschiedenen Jahreszeiten achten solltest.

Veröffentlicht: 5/24/2026

EquiSight Editorial

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Redactie · EquiSight · SaFleu Equestrian Centre BV

Pferd putzen: So baust du die richtige Routine auf — illustratie bij EquiSight Pflege

Beginne immer mit einer festen Reihenfolge

Eine feste Putzroutine gibt deinem Pferd Sicherheit und stellt sicher, dass du nichts auslässt. Binde dein Pferd zunächst an einem ruhigen Ort mit ausreichend Licht an. Halte immer dieselbe Reihenfolge ein: Beginne am linken Hals, arbeite dich nach hinten über Rumpf und Rücken, wechsle dann zur anderen Seite und beende die Session mit den Beinen und Hufen. Indem du jedes Mal dieselbe Route einhältst, wirst du vertraut damit, wie dein Pferd aussieht und fühlt, und bemerkst sofort, wenn sich etwas verändert hat – wie ein geschwollenes Bein oder eine neue Schramme.

Das ist dein Basis-Putzset

  • Striegel (Gummi oder Kunststoff) – zum Lösen von Schmutz und abgestorbenen Haaren
  • Harte Bürste (Wurzelbürste) – zum Abbürsten von losem Schmutz und Krusten
  • Weiche Bürste (Körperbürste) – für die Nachbearbeitung an empfindlichen Stellen wie Gesicht und Bauch
  • Hufkratzer – bei jeder Putzsession Pflicht, auf Steinchen und Strahlfäule kontrollieren
  • Schweißmesser und Schwamm – nach dem Reiten oder Waschen
  • Mähnen- und Schweifrispel oder -kamm – sparsam verwenden, um Haare zu schonen

Hufpflege: niemals auslassen

Die Hufe sind das Fundament deines Pferdes. Kratze sie täglich aus, auch an Ruhetagen. Arbeite mit dem Hufkratzer von der Tracht zur Zehe und kontrolliere den Strahl auf weiche Stellen oder unangenehmen Geruch, was auf Strahlfäule (Thrush) hinweisen kann. Einem trockenen, harten Strahl solltest du vorbeugen; regelmäßige Bewegung auf verschiedenen Untergründen hilft mehr als tägliches Einölen. Trage Auffälligkeiten im Pferdedossier von EquiSight ein, damit du beim nächsten Hufschmiedbesuch konkrete Informationen zur Hand hast.

Saisonale Besonderheiten

Passe deine Putzroutine der Jahreszeit an. Ein paar konkrete Unterschiede:

  • Frühling: stärkerer Fellwechsel, Striegel häufiger verwenden und auf Hautreizungen unter dem dicken Fell achten
  • Sommer: täglich auf Mücken- und Insektenstiche kontrollieren, besonders in den Leisten und rund um die Augen
  • Herbst: das Fell wird dichter, sorge dafür, dass dein Pferd nach dem Reiten gut trocknet, um Schimmelbildung zu verhindern
  • Winter: Vorsicht beim Scheren – ein geschorenes Pferd hat weniger Schutz und kühlt nach Belastung schnell aus

Wie lange dauert eine gute Putzsession?

Für eine gründliche Putzsession vor dem Reiten solltest du realistisch 15 bis 20 Minuten einplanen. Nach dem Reiten, einschließlich Abkühlen, Abwaschen von Schweiß und erneutem Trocknen, können es leicht 25 bis 30 Minuten werden. Haste dich nicht durch die Routine; eine oberflächliche oder hastige Session führt dazu, dass Schmutz und Salz vom Schweiß unter dem Sattel verbleiben, was Reizungen und Satteldruckstellen verursacht. Plane ausreichend Zeit ein und nutze den Kalender in EquiSight, um deine Pflegetermine festzulegen.

Signale, die du nicht übersehen darfst

Putzen ist auch ein Gesundheitscheck. Achte bei jeder Session auf folgende Punkte:

  • Wärme oder Schwellung an einem Bein – kann auf eine beginnende Verletzung hinweisen
  • Kahle oder schuppige Stellen im Fell – denke an Ringelflechte oder Hautpilz
  • Druckstellen oder Haarabweichungen im Sattelbereich
  • Veränderungen im Hufwachstum oder in der Farbe der Hufwand
  • Kratzer, Schürfwunden oder Insektenstiche, die sich entzünden

Festhalten, was du siehst: Nutze dein Pferdedossier

Kleine Veränderungen sind schwer zu behalten, besonders wenn mehrere Personen für dasselbe Pferd sorgen. Halte Besonderheiten kurz im Pferdedossier von EquiSight fest: Datum, was dir aufgefallen ist und was du getan hast. So baust du eine Zeitlinie auf, die dein Tierarzt oder Physiotherapeut zu schätzen weiß. Bist du unsicher, ob etwas medizinische Aufmerksamkeit benötigt? Stelle deine Frage an EquiCoach für eine erste Orientierung auf Grundlage der Daten, die du bereits eingegeben hast.

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