Pflege

Schweif und Schweifhaar pflegen: so machst du es richtig

Ein voller, glänzender Schweif ist nicht nur schön anzusehen – er schützt dein Pferd auch vor Insekten und Witterungseinflüssen. Dennoch sind Schweifpflege und das Nacharbeiten des Schweifhaars Themen, mit denen viele Reiter zu kämpfen haben. Wie oft kämmt man den Schweif? Wann schneidet man das Schweifhaar nach? Und wie verhindert man Haarbruch? In diesem Artikel findest du praktische Antworten, basierend auf dem, was täglich in niederländischen Ställen funktioniert.

Veröffentlicht: 5/24/2026

EquiSight Editorial

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Redactie · EquiSight · SaFleu Equestrian Centre BV

Schweif und Schweifhaar pflegen: so machst du es richtig — illustratie bij EquiSight Pflege

Schweifhaar: was genau ist das?

Das Schweifhaar ist das Haar, das oben am Schweif wächst, ausgehend von der Schweifwurzel. Dieses Haar bildet den 'Rücken' des Schweifs und bestimmt zu einem großen Teil, wie voll und gepflegt der Schweif aussieht. Bei vielen Pferden wächst das Schweifhaar dick und dicht, bei anderen etwas dünner oder mit der Neigung abzustehen. Das Nacharbeiten des Schweifhaars umfasst zwei Techniken: Auszupfen (mit der Hand) und Trimmen (mit Schere oder Tondeuse). Auszupfen ergibt ein natürliches, glattes Ergebnis und ist die bevorzugte Methode bei Spring- und Dressurreitern. Trimmen geht schneller, hinterlässt aber manchmal eine steifere, abgesetzte Kante.

Wie oft den Schweif kämmen?

Weniger ist mehr, wenn es ums Kämmen geht. Jedes Mal, wenn du mit einem breiten Kamm oder einer Bürste durch den Schweif gehst, brichst du Haare ab. Bei den meisten Pferden reicht es, 2 bis 3 Mal pro Woche mit den Fingern zu entwirren und dabei einen Detangler-Spray zu verwenden. Einen breiten Kamm verwendest du nur, wenn der Schweif wirklich verfilzte Stellen hat. Reitest du regelmäßig Turniere, kannst du den Schweif unter der Woche locker flechten oder in einem Schweifnetz aufbewahren, um Haarbruch und Verschmutzung zu reduzieren.

Schweifhaar auszupfen: Schritt für Schritt

Auszupfen gelingt am besten nach der Bewegung, wenn die Haut etwas warm und geschmeidig ist. Nimm jeweils eine kleine Strähne Haar – niemals mehr als 4 bis 5 Haare gleichzeitig – und ziehe schnell nach unten in Haarwuchsrichtung. Beginne an den Seiten und arbeite dich zur Mitte vor. Wie tief du zupfen musst, hängt vom Pferd und der gewünschten Dicke ab. Für die meisten Disziplinen wird eine flache, straffe Oberseite von etwa 15 bis 20 cm angestrebt.

  • Arbeite immer in Haarwuchsrichtung
  • Zupfe niemals mehr als 4–5 Haare auf einmal
  • Verwende deinen Daumen als Stütze auf der Haut, um die Zugkraft zu verteilen
  • Warte 24 Stunden vor einem Turnier mit dem Auszupfen – die Haut kann leicht gereizt werden
  • Verwende kein Harzstück, es sei denn, das Pferd ist sehr empfindlich; dies kann Haarbruch verursachen

Wann trimmen statt zupfen?

Nicht jedes Pferd toleriert das Auszupfen. Junge Pferde, Pferde mit empfindlicher Haut oder Pferde, die einfach nicht damit umgehen können, lassen sich besser trimmen. Eine Schere mit einer gezahnten Schneide ('Effilierschere') ergibt ein etwas natürlicheres Ergebnis als eine gewöhnliche Schere. Stelle eine Tondeuse auf Stufe 10 oder 15 mm ein für eine saubere Ausarbeitung. Trimme immer von oben nach unten und überprüfe zwischendurch, wie das Gesamtbild aussieht – du kannst immer noch etwas abnehmen, aber nicht zurücksetzen.

Schweifende schneiden: gerade oder V-Form?

Das Schweifende schneidest du erst nach, wenn dein Pferd ruhig steht und sein Gewicht gleichmäßig verteilt hat. Halte den Schweif auf der Höhe, auf der das Pferd ihn während der Bewegung trägt – lege dazu eine Hand unter das Schweifbein. Eine gerade Abarbeitung auf Hüfthöhe (oder etwas darüber) ist im Springsport üblich. Eine leichte V-Form oder eine nach hinten abfallende Linie ist in der Dressur beliebt. Schneide immer mit einer scharfen, breiten Schere in einem einzigen fließenden Schnitt; Sägen verursacht gesplitterte Spitzen.

Pflege im Pferdedossier festhalten

Es klingt vielleicht übertrieben, aber eine kurze Notiz nach jeder Pflegesitzung hilft enorm. Wenn du im Pferdedossier von EquiSight festhältst, wann du das Schweifhaar zuletzt nachgearbeitet hast, siehst du schnell, ob du im Rückstand bist. Über den Kalender kannst du auch Erinnerungen einstellen, zum Beispiel alle 6 Wochen für eine Nacharbeitungseinheit des Schweifhaars. So baust du einen festen Rhythmus auf und dein Pferd ist immer gepflegt, auch an unerwarteten Turniertagen.

Produkte, die wirklich helfen

  • Detangler-Spray: tägliche Anwendung reduziert Haarbruch beim Entwirren erheblich
  • Argan- oder Kokosöl: eine kleine Menge auf der Schweifwurzel fördert das Nachwachsen
  • Effilierschere: für ein natürlich getrimmtes Schweifhaar ohne harte Kante
  • Schweifnetz oder Flechtung: verhindert Verschmutzung und Verfilzung auf der Weide
  • Breiter Kamm (8+ mm Zahnabstand): weniger Haarbruch als ein feiner Kamm oder eine Bürste

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