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Stallbedekking wählen: Welche Art passt zu deinem Pferd
Die richtige Stallbedekking macht einen großen Unterschied für das Wohlbefinden deines Pferdes, deinen Arbeitsaufwand und deinen Geldbeutel. Stroh, Sägespäne, Holzpellets, Flachs oder Gummi – jedes Material hat seine eigenen Vor- und Nachteile. In diesem Artikel werden die wichtigsten Optionen übersichtlich dargestellt, mit konkreten Informationen zu Verbrauch, Kosten und Pflege, damit du eine fundierte Entscheidung für deine Situation treffen kannst.
Veröffentlicht: 5/23/2026
EquiSight Editorial
Redactie · EquiSight · SaFleu Equestrian Centre BV
Warum die Wahl der Bedekking wichtig ist
Eine gute Stallbedekking sorgt für einen trockenen, sauberen und weichen Untergrund. Das schützt Gelenke und Hufe, verringert die Gefahr von Atemproblemen durch Staub und Ammoniak und hält dein Pferd beim Liegen und Stehen komfortabel. Gleichzeitig bestimmt deine Wahl, wie viel Zeit du täglich für das Ausmisten und Nachfüllen benötigst. Denke auch an die Entsorgung: Große Mengen Stroh lassen sich leicht kompostieren, aber manche Gemeinden oder Mistentsorger akzeptieren bestimmte Materialien nicht oder berechnen Mehrkosten. Kurz gesagt: Die ideale Bedekking gibt es nicht – es geht darum, die beste Übereinstimmung mit deinem Pferd, deinem Stall und deiner Routine zu finden.
Die gebräuchlichsten Arten im Überblick
Dies sind die gängigsten Optionen in den Niederlanden, jede mit einem eigenen Profil:
- Weizenstroh: klassisch, gute Isolierung, ca. 3–5 kg pro Tag pro Pferd, weniger geeignet für staubempfindliche Pferde
- Sägespäne oder Hobelspäne: saugfähig, leicht zu handhaben, auf Feinstaub bei günstigen Varianten achten
- Holzpellets: sehr saugfähig, platzsparende Lagerung, geringes Mistvolumen, Anfangskosten ca. 15–25 € pro Sack
- Flachsbedekking: staubarme, gut bei Atemwegsproblemen, höherer Anschaffungspreis, aber geringerer Verbrauch
- Gummimatten (mit oder ohne Kombination): Bodenschutz, weniger Einstreu nötig, hohe einmalige Investition von 200–600 € pro Box
Stroh vs. Holzpellets: Kosten im Vergleich
In der Praxis wählen viele Besitzer zwischen Stroh und Holzpellets. Stroh kostet durchschnittlich 4–7 € pro Ballen und bei einer Standardbox von 12 m² werden etwa 2–3 Ballen pro Woche benötigt. Holzpellets kosten mehr pro Sack, aber da sie bis zum Achtfachen ihres Gewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, wird weniger Volumen benötigt. Ein Tiefstreubett aus Pellets kann wochenlang reichen, wenn täglich nur die nassen Stellen entfernt werden. Über ein ganzes Jahr können die Gesamtkosten vergleichbar ausfallen, aber die Zeitersparnis bei Pellets ist für vielbeschäftigte Stallbesitzer ein klarer Vorteil.
Wann entscheidet man sich für Flachsbedekking?
Flachs ist die erste Wahl, wenn dein Pferd unter Atemwegsproblemen, wiederkehrendem Husten oder RAO (rezidivierende Atemwegserkrankung) leidet. Das Material ist von Natur aus nahezu staubfrei und enthält wenig Schimmelpilze. Nachteil: Ein Ballen kostet schnell 12–18 € und die Verfügbarkeit ist in einigen Regionen begrenzt. Kombiniere Flachs vorzugsweise mit gut belüfteten Ställen; das Material absorbiert gut, benötigt aber Luftzirkulation zum Trocknen. Erfasse im EquiSight Pferdedossier, ob dein Pferd Atemwegsbeschwerden hat – so siehst du sofort, ob der Wechsel zu Flachs einen Einfluss auf die Gesundheitsnotizen im Laufe der Zeit hat.
Gummimatten: Investition oder Ersparnis?
Gummimatten bieten einen festen, weichen Untergrund, der die Gelenke entlastet. Sie reduzieren den Einstreuverbrauch um 30 bis 60 Prozent, was im Laufe eines Jahres erheblich spart. Die Anschaffung kostet jedoch 200–600 € pro Box, abhängig von Qualität und Dicke (mindestens 17 mm empfohlen). Matten ersetzen keine Einstreu: Es wird weiterhin eine dünne Schicht für Hygiene und Ammoniakabsorption benötigt. Sie sind jedoch ideal für ältere Pferde mit Gelenkproblemen oder Pferde, die viel liegen. Überprüfe alle 6 Monate, ob die Matten noch eben liegen und nicht verrutscht sind.
Praktische Tipps für die tägliche Pflege
- Miste die Box mindestens einmal täglich aus und entferne alle nassen und verschmutzten Stellen sofort
- Nutze den EquiSight Kalender, um Stallroutinen einzuplanen und nichts zu vergessen
- Halte eine Mindestschichtdicke ein: 15 cm für Stroh, 10 cm für Sägespäne oder Pellets
- Lass die Box regelmäßig vollständig trocknen, indem du das Pferd tagsüber nach draußen bringst
- Erfasse den Materialverbrauch pro Woche im Pferdedossier, um Trends und Kostensteigerungen im Blick zu behalten
- Frage EquiCoach um Rat, wenn du unsicher bist, ob ein Materialwechsel bei einer gesundheitlichen Einschränkung sinnvoll ist
