Wettkämpfe
Wettkampfrhythmus: So bereiten Sie die Woche davor vor
Eine gute Wettkampfleistung beginnt nicht am Tag selbst, sondern mindestens sieben Tage vorher. Wer sein Pferd und sich selbst ernst nimmt, baut die Woche vor einem Wettkampf bewusst ab: weniger intensive Trainingseinheiten, besondere Aufmerksamkeit für die Erholung und eine feste Routine, die Ruhe schenkt. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie diese letzte Woche Schritt für Schritt gestalten – von Montag bis zum Morgen des Wettkampftages.
Veröffentlicht: 5/24/2026
EquiSight Editorial
Redactie · EquiSight · SaFleu Equestrian Centre BV

Warum diese letzte Woche so wichtig ist
Viele Reiter trainieren in der Vorbereitung auf einen Wettkampf zu intensiv, aus Angst, ihr Pferd könnte sonst nicht scharf genug sein. Das Gegenteil ist der Fall: Muskeln und Sehnen brauchen 5 bis 7 Tage, um sich von einem intensiven Trainingsreiz zu erholen. Wenn Sie Ihr Pferd in der Wettkampfwoche noch stark belasten, gehen Sie mit müden Beinen an den Start. Eine bewusste Reduktionswoche – auch Tapering genannt – sorgt dafür, dass Ihr Pferd frisch und motiviert an den Start geht. Das gilt für Dressur, Springen und Distanzreiten gleichermaßen.
Tagesplan für die Wettkampfwoche
Ein konkreter Tagesplan gibt Orientierung. Passen Sie ihn an Ihre eigene Disziplin und die Reisezeit zum Wettkampf an.
- Montag: normale Trainingsintensität – das ist Ihr letzter 'schwerer' Tag
- Dienstag: technische Wiederholung bei 70 % Belastung, Fokus auf Korrektheit
- Mittwoch: ruhige Arbeit oder Longieren, 30–40 Minuten, keine neuen Übungen
- Donnerstag: kurze Einreiteinheit oder freier Tag, achten Sie auf Wohlbefinden und Verhalten Ihres Pferdes
- Freitag: Checkliste durchgehen – Sattel, Zaumzeug, Transponder, Kleidung, FN-Pass
- Samstag/Wettkampftag: Ankunft mindestens 90 Minuten vor der Startzeit
Ernährung und Supplemente in der Vorbereitung
Ändern Sie die Fütterung in der Wettkampfwoche so wenig wie möglich. Ein plötzlicher Wechsel zu mehr Energie oder einem neuen Supplement kann Magenprobleme oder unruhiges Verhalten verursachen. Achten Sie darauf, dass Ihr Pferd gut hydriert ist: Kontrollieren Sie täglich den Wassertrog und bieten Sie bei wärmerem Wetter Elektrolyte über das Trinkwasser an. Am Wettkampftag selbst geben Sie die letzte große Mahlzeit mindestens 3 Stunden vor dem Start, damit der Magen bei der Belastung nicht voll ist.
Mentale Vorbereitung für Reiter und Pferd
Ihr Pferd spürt Ihre Anspannung. Reiter, die in der Woche vor einem Wettkampf unruhig sind, übertragen das unbewusst auf ihr Pferd. Planen Sie bewusst Ruhemomente ein: ein kurzer Spaziergang an der Koppel, ruhiges Putzen ohne Zeitdruck. Visualisieren Sie Ihre Prüfung oder Ihren Parcours täglich 5 Minuten: Stellen Sie sich vor, wie Sie jedes Element korrekt reiten. Das reduziert den Adrenalinspiegel am Wettkampftag und hilft Ihnen, schneller zu reagieren, wenn es einmal anders läuft als geplant.
Logistik: Das erledigen Sie bis Donnerstag
- Anmeldung und Startunterlagen überprüft (FN-Portal oder Wettkampfwebsite)
- Anhänger oder Transport reserviert und auf Reifen sowie Beleuchtung geprüft
- Stallbox oder Unterstellplatz am Veranstaltungsort gebucht, falls Sie übernachten
- Notfallapotheke aufgefüllt: Bandagen, Betadine, Schmerzmittel, Thermometer
- EquiSight Pferdedossier mit aktuellem Impfpass und Medikationsübersicht aktualisiert
EquiSight für Ihre Vorbereitung nutzen
In der EquiSight-App speichern Sie Ihre gesamte Wettkampfvorbereitung an einem Ort. Tragen Sie Trainingsnotizen in das Pferdedossier ein, damit Sie später nachsehen können, ob der Abbau gewirkt hat. Nutzen Sie den Kalender, um Ihren Trainingsplan von Montag bis Freitag mit Erinnerungen einzuplanen. Sind Sie unsicher, ob Ihr Ansatz für Ihr Pferd richtig ist? Stellen Sie Ihre Frage an EquiCoach: Dieser gibt auf Basis der Geschichte Ihres Pferdes gezielte Rückmeldungen zu Trainingsbelastung und Erholung.
Der Morgen des Wettkampftages
Stehen Sie rechtzeitig auf, damit Sie nicht in Eile geraten. Geben Sie Ihrem Pferd Raufutter, sobald Sie in den Stall kommen, kontrollieren Sie die Beine auf Wärme oder Schwellung, und reiten Sie in der ersten halben Stunde ruhig ein – nicht intensiver als an einem normalen Trainingstag. Bewahren Sie die echte Energie für den Parcours. Nehmen Sie eine feste Aufwärmroutine mit, die Ihr Pferd bereits kennt; Überraschungen kurz vor dem Wettkampf wirken sich negativ aus. Und vergessen Sie nicht: Wettkämpfe sind auch Informationsquellen. Tragen Sie Ihre Eindrücke direkt nach dem Abschluss ins Dossier ein, solange alles noch frisch ist.
