Hufpflege

Weißlinienerkrankung: rechtzeitig erkennen und behandeln

Die Weißlinienerkrankung ist eine Pilz- und Bakterieninfektion, die die Weiße Linie des Hufs von innen angreift. Sie beginnt klein – ein dunkler Fleck oder etwas krümeliges Material beim Auskratzen – doch wenn nichts dagegen unternommen wird, kann sich die Infektion über mehrere Zentimeter ausbreiten und die Hufwand erheblich schwächen. Glücklicherweise lässt sich die Weißlinienerkrankung gut behandeln, wenn sie frühzeitig erkannt wird. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die Erkrankung erkennen, was die Ursachen sind und welche Schritte Sie unternehmen, um Ihrem Pferd schnell zu helfen.

Veröffentlicht: 5/24/2026

EquiSight Editorial

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Redactie · EquiSight · SaFleu Equestrian Centre BV

Weißlinienerkrankung: rechtzeitig erkennen und behandeln — illustratie bij EquiSight Hufpflege

Was ist die Weiße Linie genau?

Die Weiße Linie ist die schmale Verbindungsschicht zwischen der Hufwand und der Hufsohle, sichtbar als heller Streifen an der Unterseite des Hufs. Das Gewebe hier ist relativ weich und porös, wodurch es eine Schwachstelle bildet, wenn die Bedingungen für Krankheitserreger günstig sind. Pilze und anaerobe Bakterien können durch kleine Risse oder Beschädigungen eindringen und sich anschließend durch die Hufwand nach oben arbeiten. In schweren Fällen reicht die Infektion manchmal 3 bis 5 Zentimeter hoch in die Hufwand – dann sprechen Hufschmiede von einer erheblichen 'Unterhöhlung'.

Die ersten Symptome erkennen

Die Weißlinienerkrankung verursacht im Anfangsstadium nicht immer Lahmheit, wodurch sie leicht übersehen werden kann. Achten Sie beim Auskratzen auf folgende Anzeichen:

  • Dunkle oder schwarze Verfärbungen entlang der Weißen Linie
  • Krümeliges, bröckeliges oder sandiges Material an der Übergangsstelle zwischen Wand und Sohle
  • Ein hohler Klang beim Klopfen auf die Hufwand (klingt 'hohl')
  • Sichtbare Risse oder Löcher an der Unterseite des Hufs
  • Leichte Lahmheit bei Druck auf den betroffenen Bereich

Wie entsteht die Erkrankung?

Es gibt selten eine einzige Ursache; meist ist es eine Kombination von Faktoren, die die Weiße Linie anfällig macht. Die häufigsten Auslöser sind:

  • Anhaltend nasse oder schlammige Bedingungen auf der Weide oder im Stall
  • Zu lange Hufbearbeitungsintervalle (mehr als 8 Wochen), wodurch die Wand ausbröckelt
  • Mechanische Belastung durch falschen Hufwinkel oder ungleichmäßige Druckverteilung
  • Frühere Hufverletzungen oder Weißlinienrisse, die nicht behandelt wurden
  • Mangel an Biotin oder Zink in der Ernährung, wodurch die Hufqualität sinkt

Behandlung Schritt für Schritt

Der Hufschmied oder Tierarzt entfernt zunächst alles betroffene Gewebe ('Débridement'): Die lockere, infizierte Hufwand wird freigelegt, bis nur noch gesundes Material übrig ist. Das klingt einschneidend, ist aber notwendig – Abdecken ohne Débridement gibt der Infektion nur mehr Raum. Anschließend wird der Huf täglich mit einem Antipilz- oder Desinfektionsmittel wie Kupferchlorid oder Jod behandelt. Halten Sie den Bereich trocken und kontrollieren Sie ihn jeden Tag. Je nach Ausmaß kann der Huf mit einer Spezialverbindung oder Kunstharz geschützt werden. Rechnen Sie bei einer mittelgroßen Infektion mit einer Heilungsdauer von 2 bis 4 Monaten – die betroffene Hufwand muss vollständig herauswachsen.

So vermeiden Sie ein Wiederauftreten

  • Lassen Sie Ihr Pferd alle 6 bis 8 Wochen beschlagen – regelmäßige Hufbearbeitung verhindert bröckelige Eckstreben
  • Sorgen Sie für trockene Liegeplätze und wechseln Sie die Koppeln, damit Pferde nicht dauerhaft im Schlamm stehen
  • Kratzen Sie die Hufe täglich aus und inspektieren Sie die Weiße Linie bei jeder Gelegenheit visuell
  • Unterstützen Sie die Hufqualität über die Ernährung: Biotin (mindestens 20 mg pro Tag) und ausreichend Zink
  • Tragen Sie Hufbearbeitungs- und Behandlungsdaten im Pferdedossier in EquiSight ein, damit die Intervalle nicht zu lang werden

Wann schalten Sie den Tierarzt ein?

Der Hufschmied kann die Behandlung in den meisten Fällen selbst begleiten, aber es gibt Situationen, in denen ein Tierarzt erforderlich ist. Schalten Sie sofort einen Tierarzt ein, wenn Ihr Pferd am betroffenen Bein deutlich lahmt, wenn die Infektion in Richtung der Weißen Zone oder der lebenden Wand vordringt oder wenn sich der Huf nach zwei Wochen täglicher Behandlung nicht verbessert. Ein Tierarzt kann Röntgenaufnahmen machen, um zu beurteilen, ob das Hufbein bereits beteiligt ist. Nutzen Sie EquiCoach in EquiSight, um Ihre Beobachtungen zu beschreiben – die Intelligenz hilft Ihnen einzuschätzen, ob ein Notfalltermin erforderlich ist oder ob Sie in Ruhe einen Termin planen können.

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